Chorreise 1993 Kanada
Zeitungsbericht:
Der Burgaltendorfer "Meisterchor" unternahm vom 8.10. bis 18.10.1993 nach 16 Jahren seine zweite Übersee-Konzertreise (nach USA 1977). Sie begann mit einem 8-stündigen Air-Canada-Flug direkt von Düsseldorf nach Toronto am Freitagmittag, dem 8.10. 1993. Schon dieser Flug wurde zu einem schönen Erlebnis und im Flugzeug wurde von den fast 70 Sängern manches Lied gesungen, vom Beifall der übrigen 175 Fluggäste begleitet.
Nach der Landung in Toronto am Samstagnachmittag des gleichen Tages ging die Fahrt in zwei Bussen weiter nach Orillia in Ontario, wo der Chor vom gemischten Ortschor empfangen wurde. Im dortigen Hihgwayman Inn-Hotel gestalteten beide Chöre einen freundschaftlichen Gesangsabend, der nicht enden wollte und bis in die späte Nacht dauerte.
Am folgenden Samstag wurde ein Ausflug nach Midland am Huron-See unternommen, wobei die Jesuiten- und Indianersiedlung „St. Marie unter den Huronen“ besichtigt wurde. In einem großen Indianerzelt sang der Chor am Lagerfeuer in romantischer Stimmung einige Volkslieder. In der Jesuiten-Wallfahrtskirche von Midland wurde von der Sängervereinigung 1866 eine Messe mitgestaltet, und die Messbesucher zeigten sich sehr gerührt. Am Nachmittag des gleichen Tages folgte eine dreistündige Schiffsfahrt durch die sogenannten „30000 Inseln des Huron-Sees“. Die ständig wechselnden, herbstlichen Bilder der zerklüfteten Küstenlandschaft mit wunderschönen großen, kleinen und kleinsten Inseln waren beeindruckend.
Am Sonntag besuchte man eine von einer deutschen Familie geleitete Falken- und Vogelfarm, ließ sich beeindrucken von der schönen Landschaft mit roter Herbstfärbung der Bäume und nahm an der Falkenvorführung teil. Am Abend des gleichen Tages wurde in einer Kirche in Orillia ein Konzert gegeben, an dem u. a. viele deutschstämmige Kanadier teilnahmen.
Am Montag unternahmen die Sänger einen Ausflug in die Seeplatte östlich des Huron-Sees, wobei Rundflüge mit einem Wasserflugzeug zu einem Erlebnis besonderer Art wurden.
Am Dienstag reiste der Chor über den Algonquin-Naturschutzpark weiter nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas. Man war beeindruckt von der Schönheit und Sauberkeit der Metropole, die ausgiebig besichtigt wurde (Parlamentsgebäude, Museum der Kanadischen Zivilisation usw.).
Am Mittwoch traf man sich mit zwei deutsch-kanadischen Chören zu einem Konzert, bei dem die Sängervereinigung 1866 unter ihrem Chorleiter Gerd Sorg begeistern konnte.
Am Donnerstag reisten die Burgaltendorfer zunächst am St. Lorenz-Strom vorbei nach Toronto weiter und besichtigte das mit 553 m höchste Gebäude der Welt, den CN-Fernsehturm. Von der höchsten der beiden Aussichtsplattformen in 447 m Höhe hatte man bei herrlichem Wetter einen beeindruckenden Blick auf Toronto und Umgebung.
Anschließend fuhr man weiter zur Stadt Niagara-Falls. Natürlich wurden die Niagarafälle von der kanadischen als auch von der amerikanischen Seite ausgiebig besichtigt. Außerdem wurden Ausflüge in der herrlich gepflegten Niagararegion mit vielen Sehenswürdigkeiten unternommen ( Fort George, Fort Erie usw.). In dieser Region liegen auch die beiden deutschen Weingüter, die besichtigt wurden. In der Stadt St. Catherine`s gab der Chor am Samstag ein Konzert zusammen mit einem gemischten Chor der presbyterianischen Gemeinde, wobei die Burgaltendorfer Sänger mit Beifall überschüttet wurden. Am Sonntagmorgen wurde in der Gemeinde ein Gottesdienst mitgestaltet, bevor es hieß, von Kanada Abschied zu nehmen. Am Montag flog man von Toronto zurück in die Heimat. Bei herrlich klarem Wetter und aufgehender Sonne sang der Chor in den frühen Stunden des Montagmorgen das Lied „Morgenrot“ (Pracht). Man sah allen Fluggästen, unter ihnen viele Japaner, die Rührung und Begeisterung an. Eine herrliche, präzis organisierte Reise fand ihren Abschluss, ohne dass es nur die geringsten negativen Zwischenfälle gegeben hatte.
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