Romreise der „Sängervereinigung 1866“ Essen-Burgaltendorf

      Musikalische Mitgestaltung eines Pilgergottesdienstes im Petersdom

 

Vom 2. bis 9. Oktober dieses Jahres unternahm die Sängervereinigung 1866 Essen Burgaltendorf eine Sängerreise nach Rom. Am Montag ging es mit 120 Sängern, Ehegattinnen und Freunden des Chores von Frankfurt Hahn mit dem Flugzeug in die „Ewige Stadt“, wo man am frühen Abend im Hotel eincheckte. Der nächste Tag begann mit einer Führung durch das „moderne Rom“ mit Piazza Navona, Trevibrunnen und Spanische Treppe. Um 17.00 Uhr dann schon der erste Höhepunkt, eine Herausforderung, aber auch große Ehre für den Chor. Die Mitgestaltung eines Pilgergottesdienstes im Petersdom. In der Apsis, gleich hinter dem Papstaltar unter der berühmten Michelangelokuppel, sang der Chor vor gut 1000 Gläubigen aus aller Welt anspruchsvolle Chorsätze der Renaissance und der Neuzeit, darunter zwei Werke von Chorleiter Gerd Sorg, sowie Kyrie und Sanctus im gregorianischen Choral. Die Programmauswahl und Gestaltung fand bei der „Kommission für Kirchenmusik in St. Peter“ Zustimmung und Anerkennung. Der Gottesdienst war für die Choristen eine besondere Auszeichnung und sicherlich ein Höhepunkt in ihrer 140-jährigen Chorgeschichte.
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Am Mittwoch dann Papstaudienz auf dem Petersplatz, dem Zentrum der Christenheit. Mit Tausenden von Pilgern und Menschen aus aller Welt erlebten die Sänger hautnah die Aura und das Charisma des Deutschen Papstes, ein bewegendes Erlebnis.

 
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Am Donnerstag eine weitere Auszeichnung, die Möglichkeit des „freien Singens“ im berühmten Pantheon, Tempel, Kirche und Grabstätte berühmter Persönlichkeiten, u.a. zweier Italienischer Könige. Chorwerke aus dem großen Repertoire wurden vorgetragen, die viele Menschen aus aller Welt zum Verweilen bewegten. Am Nachmittag ging es dann durchs christliche Rom, Santa Maria Maggiore, Lateranbasilika und San Pietro.

Am Freitag stand das antike Rom auf dem Programm mit Kapitol, Forum Romanum und Kolosseum. Am Samstag wurde eine Fahrt nach Ostia angeboten zu den Ausgrabungen und zum Meer. 50 Teilnehmer entschlossen sich zu diesem Unternehmen, sicherlich auch um wieder einmal frische Luft zu atmen, denn am Freitag gab es einen Streik der öffentlichen Verkehrsmittel mit einem ungeheueren Lärm und Verkehrsaufkommen in Rom. Der Rest erkundete und besichtigte auf eigene Faust.

Am Sonntag fand der zweite Gottesdienst statt, in der Deutschen Nationalkirche „Santa Maria dell’ Anima“. In der bis auf den letzten Platz besetzten Kathedrale führte der Chor die „Missa classica“ für Chor, Sopransolo und Orgel von Gerd Sorg auf. Hier zeigte sich nachhaltig der künstlerische Anspruch der Sängervereinigung 1866. Beeindruckt, aber auch bewegt bedankten sich der Klerus und viele Gläubige bei der großartigen Solistin Ulrike Janning, dem Organisten Gereon Georg und natürlich bei den Sängern und dem Komponisten und Chorleiter.

Die Chorreise klang am Montag aus mit einem Besuch von „St. Paul vor den Mauern“, mit einem spontanen kleinen Konzert eben dort, einer Fahrt in die Albaner Berge zum Castel Gandolfo, Albaner See und Frascati. In einem urigen Weinkeller wurde dort mit Wein, kalter Platte (Köstlichkeiten der Region) und Gesang Abschied von Rom gefeiert. Von dort ging es zum Flughafen und am Dienstag in den frühen Morgenstunden waren alle wohlbehalten in Burgaltendorf zurück.

Es braucht sicherlich seine Zeit, um all das zu reflektieren, was die Burgaltendorfer Sängervereinigung mit ihrem großen Anhang in Rom erlebt und erfahren hat.