Konzertreise 1984 Österreich / Ungarn

Höhepunkte:

  • Messe im Salzburger Dom
  • Kirchenkonzert in Budapest
  • Stadtrundfahrt in Wien und Budapest
  • Besichtigung des Schlosses Schönbrunn
  • Folklorekonzert in Wien-Mariahilf
  • Zeitungsbericht:

    Nach einwöchiger Reise durch Österreich und Ungarn kehrten 146 Fahrteilnehmer, darunter genau 70 Sänger, in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1984 müde, aber wohlauf und in bester Stimmung wieder nach Hause zurück.

    Insgesamt weit über 3000 km legte jeder der drei Reisebusse zurück. Erste Station war in Österreich Fuschl am See (bei Salzburg). Am Sonntagmorgen gestaltete der Chor eine komplette Messe im Salzburger Dom. Neben 7 mehrstimmigen Chorvorträgen brachte man 4 einstimmige Choral-Teile, (Schola und Gesamtchor) und ein einstimmiges Kirchenlied zu Gehör. Die Disziplin des Chores war offensichtlich so hervorragend, dass sie vom Geistlichen bereits in seiner Predigt als beispielhaft bezeichnet wurde. Die Sänger konnten sich am Ende der Messe über mangelnde Gratulationen für das ausgezeichnete Singen nicht beklagen. Der Zelebrant lud den Chor ein, jederzeit dort wieder eine Messe zu gestalten.

    Noch am gleichen Nachmittag ging die Reise weiter nach Budapest, wo man durch die zeitraubende Grenzkontrolle bedingt, erst kurz vor Mitternacht eintraf. An den nächsten drei Tagen hatte man Gelegenheit, bei herrlichem Sonnenwetter die sehr reizvoll gelegene Stadt zu erforschen. Alle Fahrtteilnehmer waren sich einig, dass Budapest wohl eine der schönsten Hauptstädte der Welt ist. Sehr gelobt wurde auch die geradezu sprichwörtliche Freundschaft der Ungarn ganz allgemein.

    Auch in Budapest hatte der Chor Gelegenheit, sich bei einem Konzert musikalisch vorzustellen. Dass wegen Terminschwierigkeiten aus einem Folklorekonzert kurzfristig ein Kirchenkonzert wurde, konnte den Chor nicht in Verlegenheit bringen. Mit Bravour und Konzentration vom ersten bis zum letzten Vortrag wurde man dieser Aufgabe voll gerecht. Das anspruchsvolle Programm rührte nicht wenige Zuhörer zu Tränen. Ein gut ausgewogenes Besichtigungs- und Freizeitprogramm brachte viel Abwechslung. Am Donnerstagmorgen fuhr man zurück nach Österreich, und zwar diesmal nach Wien. Eine ausführliche Stadtrundfahrt mit anschließender Besichtigung des Schlosses Schönbrunn schloss sich an. Viel zu kurz war die Zeit, alle Schönheiten der Stadt etwas genauer kennen zulernen. Ein „Heuriger“ (in Gumpoldskirchen), der viele begeisterte, durfte natürlich nicht fehlen.

    Ein Folklorekonzert am Freitagabend in Wien-Mariahilf, das auf Einladung der Stadt gegeben wurde, forderte die Sänger zu einer ungewohnten physischen Leistung heraus. Insgesamt 15 Chor- und Liedkompositionen wurden vorgetragen. Die schlechte Vorbereitung durch den angeblich überlasteten, gastgebenden Chor, der im übrigen das Konzert mit 6 eigenen Vorträgen einleitete, hatte leider zur Folge, dass der Konzertsaal nur halb gefüllt war. Die schlechte Gestaltung des Bühnenraumes (zu klein und akustisch hemmend angelegt) stellte den Chor vor einige Schwierigkeiten. Dass man mit den herrschenden psychologischen und technischen Schwierigkeiten so gut fertig wurde, zeugt von der guten Einstellung von Chor und Chorleiter Gerd Sorg.

    Die Stimmung war nach Absolvierung dieser „Aufgabe“ schnell wieder hergestellt und so wurde in den Gewölben eines typischen Wiener Gasthauses noch bis spät in die Nacht hinein bei Wein und Bier gesungen und gefeiert.