Comrades in Song
Fünfter Freundschaftsbesuch der Sängervereinigung 1866 nach Wales
Vom 9. bis 14. August besuchte die Sängervereinigung 1866 Essen Burgaltendorf den Dunvant Male Choir in Swansea. Viele erinnern sich noch an das Jahr 2010 und unser gemeinsames Konzert in der Philharmonie Essen. Dieser Chor gehört zu den Spitzenchören im sangesfreudigen Wales, ist für seine großartigen Leistungen mehrfach ausgezeichnet worden und ist in allen größeren Konzerthallen Großbritanniens aufgetreten (u. a. Usher Hall in Edinburgh und Royal Albert Hall in London). Auf allen fünf Erdteilen konnte dieser Ausnahmechor viele Menschen mit seiner großartigen Leistung begeistern
Am Donnerstag, den 9. August kamen 33 Sänger, deren Gattinnen und Freunde des Chores nach 13 stündiger Fahrt über Calais und Dover in Südwales an. Am Tower Hotel Swansea wurden wir schon von unseren Chorfreunden erwartet, die einige Übernachtungsgäste mit in ihre Familien nahmen.
Am Montag gab es einen Empfang im Rathaus durch die Oberbürgermeisterin von Swansea. Grußadressen wurden ausgetauscht, u. a. durch unser Chormitglied Heinz Dieter Schwarze, der als Bürgermeister der Bezirksvertretung 8 Grüße und ein Geschenk der Stadt Essen überbrachte. Bei der anschließenden Besichtigung des Rathauses mit der City Hall ließ der Chor es sich nicht nehmen der Bürgermeisterin ein Ständchen zu bringen.
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Der Nachmittag diente der Vorbereitung auf unser gemeinsames Konzert in der “Oystermouth Parish Church”Swansea. Gastfreundlich von der Gemeinde aufgenommen und gestärkt durch selbst gebackenen Kuchen konnte der Chor in das Konzert gehen. Begleitet von Gereon Georg an Orgel und Klavier und unter dem Dirigat von Axel Quast brachte der Chor eine hervorragende Leistung.”Sanctus” aus Missa Classica von Gerd Sorg, mit Ulrike Janning als Solistin, “Alles was Odem hat”, “Crimond” ein Lied in walisischer Sprache, Chor der Schmiedegesellen und Steuermann lass die Wacht von Richard Wagner als Auszug aus dem Programm. Susanne Tyra mit der Querflöte, Tochter unseres Sangesbruders Günter Tyra und Christine Labodda, Fagott, rundeten das Konzert ab. Den Abschluss des Konzertes bildete der gemeinsame Auftritt beider Chöre. “NOS Da” (Gute Nacht) ein walisisches Lied wurde abwechselnd auf deutsch und walisisch gesungen. Als Zugabe für das dankbare Publikum sangen beide Chöre gemeinsam “Eli Jenkins Prayer” ein wunderschönes walisisches Abendlied, in welchem um den Segen Gottes für die Welt und die Menschen gebeten wird. Damit war das Konzert aber noch nicht ganz beendet. Nach guter britischer Sitte wurde das Konzert mit dem Singen der Walisischen Nationalhymne und dem Deutschlandlied abgeschlossen. Ein Empfang mit gemütlichem Beisammensein im Yachtclub beendete diesen Abend.
Der Samstag führte uns in einen kleinen, romantischen Badeort, St Davids, mit einer Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Wir wurden schon vom Pfarrer erwartet und gaben dem erstaunten Publikum ein halbstündiges Konzert aus unserem reichhaltigen Repertoire. Zwei Ehepaare mit dreiunddreißigstem, bzw. fünfundfünfzigstem Hochzeitstag kamen noch in den Genuss des romantischen Liebesliedes “Rosemarie”.
  
Weiter ging es nach “White Sand” dem Strand von St Davids. Dort erfüllte der Chor der Gattin des Chorleiters, die uns während der gesamten Fahrt im Bus hervorragend versorgt hatte, einen Wunsch. Im Wasser stehend sang der Chor “ Der Wandrer” von Gerd Sorg und hatte im Nu einige hundert Zuhörer, so dass einige Zugaben nötig wurden.
 
Am Sonntag beteiligte der Chor sich an der Messgestaltung in einer katholischen Kirche.
U. a. wurde das “Gloria” aus Missa Classica mit Ulrike Janning vorgetragen. Nach der Messe gingen alle Mitreisenden jeweils in eine Familie des Dunvant Chores, ein sicherlich außergewöhnliches Erlebnis. Ein “Welsh Evening” im Dunvant Rugby Club rundete diesen schönen Tag ab.
Am Montag wurde uns der Besuch des “Millennium Stadium Wales” möglich gemacht, dank der Beziehungen unseres alten Freundes David Vaughan zum Präsidenten der walisischen Rugbyvereinigung, der uns auch im Stadion begrüßte. Zum ersten Mal sang ein deutscher Chor in der walisischen Umkleidekabine und auf der Tribüne. Spruch des Tages durch unseren Freund David auf die Frage des Führers, ob es noch Fragen gäbe, “When does the bar open?”. Am Abend die letzte Steigerung unserer Reise, die “Farewell Party” im Hotel.
 
Eine Vielzahl von Ehrungen gipfelte in der Ernennung von Hansi Neuhaus und Klaus Unteregge zu Ehrenmitgliedern des Dunvant Male Choir, die beide über all die Jahre die treibenden Kräfte in der Aufrechterhaltung dieser Chorfreundschaft waren. Es war eine Ehrung, die bisher keinem Ausländer zuteil wurde.
Diese Reise wird für alle Teilnehmer sicherlich unvergesslich bleiben und die Sängervereinigung hat gezeigt, dass das Wort Völkerverständigung nicht nur eine hohle Phrase ist.
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